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Energy Communities – welche Formen von Energiegemeinschaften gibt es?

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Energy Communities – welche Formen von Energiegemeinschaften gibt es?

Collective Self-Consumption

Energiegemeinschaften, die eine private Netzinfrastruktur nutzen (“private grid only”) werden als Collective Self-Consumption bezeichnet. Die Teilnehmer, hauptsächlich “Consumer” (Verbraucher), befinden sich hinter dem gemeinsamen Netzanschlusspunkt und nutzen den lokal erzeugten Strom. Weitere Merkmale sind:

  • eine Erzeugungsanlage (häufig PV) versorgt die Community innerhalb des privaten Netzes
  • die Erzeugungsleistung versorgt die Gemeinschaft gemeinsam, d.h. es gibt in der Regel keinen individuellen Eigenverbrauch für einen Prosumer
  • Energieüberschuss sowie zusätzlicher Energiebedarf wird mit dem öffentlichen Stromnetz ausgetauscht
  • die Community maximiert den Eigenverbrauch bzw. minimiert den Netzbezug über ein entsprechendes Messkonzept und ggf. Optimierungsalgorithmen
  • ein Batteriespeicher und auch Elektrofahrzeuge können als lokale Flexibilitäten eingesetzt werden
  • der Anreiz zur Teilnahme an einer solchen privaten Community wird über entsprechende Tarife verstärkt werden, beispielsweise Mieterstrom-Tarif Beispiele sind hier z.B. die im Deutschen Markt bekannten Mieterstrommodelle, Quartiersprojekte sowie Arealnetze im gewerblichen Bereich. International betrachtet gibt es ebenfalls ähnliche Modelle von Energy Communities mit privater Netzstruktur, die sich in der Regel an der Renewable Energy Directive (RED 2018/2001/EU) und Energy Market Directive, EMD, (EMD 2019/944/EU)) orientieren.

Community Self-Consumption

Unter Community Self-Consumption versteht man auch lokale Eigenverbrauchs-Communities, die im Gegensatz zu Communities im privaten Netz auch das öffentliche Stromnetz nutzen. Die Aggregation, Verteilung und Bilanzierung der Energie erfolgt lokal hinter dem Netzübergabepunkt (Trafo-Station) auf Niederspannungsebene. Weitere Merkmale dieser Energiegemeinschaft sind: • Teilnehmer sind lokal auf einer Netzebene (hinter der Trafo-Station), dort werden installierte Erzeugungskapazitäten und Verbraucherlasten zusammengebracht • das Prinzip der Optimierung gilt wie bei der privaten Community gegenüber der nächsthöheren Netzebene • Anreizstrukturen über spezielle Einspeisevergütungen bzw. vergünstigte Bezugspreise können die Ausgestaltung dieser Versorgungsgemeinschaften begünstigen (vgl. Gesetz zu Renewable Energy Communities in Italien)

Virtuelle Communities

Ist ein physischer, netzgebundener Zusammenhang zwischen Erzeugung und Verbrauch nicht zu gewährleisten, kann trotzdem eine Energy Community geschaffen werden. Wir sprechen dann von virtuellen Communities. Dezentrale Erzeuger und Verbraucher sind somit nicht an einen gemeinsamen Ort gebunden, werden aber trotzdem gegenüber einem Strombezug außerhalb der Gemeinschaft optimiert. Bei virtuellen Communities unterscheiden wir zwischen einer (klassisch) regionalen Struktur wie wir sie zum Beispiel von Stadtwerken kennen und einer übergreifenden und geografisch unbegrenzten Umsetzung, sogenannten Cloud-Communities.

Bild einfügen: Virtuelle-Strom-Community-Energiegemeinschaft.png

Regional Communities

Wie der Name schon sagt, verbindet eine regionale virtuelle Gemeinschaft Prosumer und Consumer in einer bestimmten Region. Anbieter solcher Versorgungsgemeinschaften sind häufig ortsansässige Energieversorger oder Stadtwerke, die ihr Produktportfolio im Rahmen der Energiewende weiterentwickeln.

Über entsprechende Tarifmodelle werden Prosumer und Consumer zu einer Community zusammengeschlossen und über regelmäßige Bilanzierung von Erzeugung und Verbrauch abgerechnet. Ein zwingender physischer Zusammenhang zum Stromversorgungsnetz besteht dabei nicht. Aus einer regionalen virtuellen Community kann über entsprechende Messkonzepte eine lokale Community entstehen.

Cloud Community

Eine Cloud oder auch übergreifende virtuelle Community funktioniert bzgl. der Umsetzung im Grunde wie die regionale virtuelle Community. Wo die regionale Community durch die Geografie definiert ist, basiert die übergreifende Community auf anderen Gemeinsamkeiten zwischen den Teilnehmern (z.B. gemeinsamen technischen Voraussetzungen). Anbieter solcher Energiegemeinschaften sind zum Beispiel Hersteller von dezentraler Erzeugungstechnik, wie die Sonnen oder SENEC.

Oder lassen Sie sich von unseren Projektberichten zu den Energiegemeinschaften mit den Elektrizitätswerken Schönau oder E.ON UK inspirieren…

Pressekontakt

Tobias Grabmeier | Head of Growth | info@coneva.com | +49-89-21019570

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